Gastroenterologie Opernstraße

Aktuelle Informationen

> Praxisschließungen 2017

Die Praxis ist an den Br√ľckentagen geschlossen:

Freitag, 26.05. (nach Christi Himmelfahrt)

Freitag, 16.06. (nach Fronleichnam)

Montag, 02.10. (vor Tag der Deutschen Einheit)

Montag, 30.10. (vor Reformationstag)

Die √§rztliche Versorgung in dringenden F√§llen √ľbernimmt der √Ąrztliche Bereitschaftsdienst in der Wilhelmsh√∂her Allee 67, 34121 Kassel, den Sie unter der Tel.-Nr. 116 117 erreichen k√∂nnen.

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Wegen Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ist die Praxis geschlossen:

14.09. ab 13:00 Uhr und am 15.09.2017.

Nur in dringenden Notfällen wenden Sie sich in dieser Zeit bitte an

Dr. med. H. Schmitt ; Garde du Corps Str. 7 ; 34117 Kassel ; Tel. 0561 - 77 32 18

>√Ąnderung unserer telefonischen Erreichbarkeit

wir haben eine neue Telefonanlage und sind ab sofort unter neuen Nummern erreichbar:

Tel.Nr.: 0561 - 52 143 - 0

Fax-Nr.: 0561 - 52 143 - 100

Rezepte-AB: 0561 - 52 143 - 111

>√Ąnderung unserer Erreichbarkeit per Email

ab sofort sind wir auch unter einer "k√ľrzeren" Domain erreichbar:

info@go-ks.de

rezepte@go-ks.de

termin@go-ks.de

F√ľr unsere CED-Patienten haben wir eine neue Mailadresse, die von unseren CED-Fachassistentinnen betreut wird, eingerichtet:

ced@go-ks.de

>Berichte und Vorträge

Präsentation: 3. Seminar Viszeralmedizin RKH 27.02.2013
Präsentation: Darmkrebsvorsorge 22.01.13 Großenritte
Pr√§sentation: Praxis der Biologikatherapie f√ľr Patienten mit CED - 09.10.2013
Pr√§sentation: Reisen mit Crohn und Colitis ‚Äď was muss ich beachten? - 06.09.2014 Pr√§sentation: Arzt-Patienten-Seminar CED 2015

Magen-Darm-√Ąrzte informieren: Initiative Famili√§rer Darmkrebs

(13.03.2017) ‚ÄěViele Menschen wissen nicht, dass Darmkrebsf√§lle in der engsten Familie das Erkrankungsrisiko f√ľr nahe Angeh√∂rige deutlich erh√∂hen‚Äú, sagt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte, Dr. Dagmar Mainz. ‚ÄěDabei kann es gerade f√ľr Menschen aus dieser Risikogruppe lebenswichtig sein, die M√∂glichkeiten der gesetzlichen Darmkrebs-Vorsorge voll auszusch√∂pfen.‚Äú

Im Rahmen ihrer Initiative Famili√§rer Darmkrebs stellen die niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte Informationen auf dem Patientenportal www.magen-darm-aerzte.de zur Verf√ľgung. Hier finden Interessenten dar√ľber hinaus Flyer sowohl f√ľr betroffene Darmkrebspatienten als auch f√ľr deren Angeh√∂rige. ‚ÄěWir werden die Patienten in unseren Praxen verst√§rkt auf das famili√§re Risiko bei Darmkrebs hinweisen und appellieren dabei auch an deren Verantwortung gegen√ľber ihren Eltern, Geschwistern und Kindern. Sie m√ľssen die Information √ľber das nicht zu untersch√§tzende Risiko weitertragen‚Äú, so Dr. Mainz.

Darmkrebs gilt im Allgemeinen eher als eine Erkrankung des Alters. Die Erstdiagnose wird im Durchschnitt mit 65 Jahren gestellt. Wenn jedoch aufgrund der Familiengeschichte ein erh√∂htes Darmkrebsrisiko besteht, kann der Tumor auch schon sehr viel fr√ľher auftreten. Entsprechend empfehlen Magen-Darm-√Ąrzte im Einklang mit den wiederholten Hinweisen des Netzwerks gegen Darmkrebs wie der Felix-Burda-Stiftung Patienten mit Darmkrebs, Verwandte auf ihr erh√∂htes Risiko hinzuweisen.

"Die erste Vorsorge-Darmspiegelung bei Menschen mit Darmkrebs in der Familie sollte zehn Jahre vor dem Erkrankungsbeginn des Angehörigen, spätestens aber im Alter von 40 bis 45 Jahren, erfolgen. D. h. wenn die Mutter mit 51 Jahren an Darmkrebs erkrankt ist, sollte die erste Darmspiegelung bei den Kindern mit 41 Jahren erfolgen", erklärt Dr. Mainz. "Das ist eine sehr effektive und zuverlässige Methode, mit der Darmkrebs weitgehend ausgeschlossen, potenzielle Vorstufen vorsorglich entfernt oder ein vielleicht doch schon vorliegender Tumor rechtzeitig erkannt werden können."

Darmkrebsmonat März - 15 Jahre Erfolgs-Screening

(06.03.2017) - 2017 j√§hrt sich das gesetzliche Screening-Programm zur Darmkrebs-Vorsorge zum 15. Mal. Damals gelang es der Felix Burda Stiftung und den medizinischen Fachgesellschaften, die Politik und die gesetzlichen Krankenkassen davon zu √ľberzeugen, dass die Darmkrebsvorsorge intensiviert werden sollte. Am 1.10.2012 wurde die Vorsorge-Koloskopie in den Leistungskatalog der GKV aufgenommen.

‚ÄěStatistische Erhebungen belegen den Erfolg des Programms‚Äú, erl√§utert die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte, Dr. Dagmar Mainz. ‚ÄěDie Zahl der Darmkrebserkrankungen geht zur√ľck und die Sterblichkeit nimmt ab. Mit der Vorsorge-Koloskopie haben wir √Ąrzte erstmals ein Mittel in die Hand bekommen, um Krebs effektiv zu verhindern.‚Äú

Es gibt Risikogruppen, die besonders gef√§hrdet sind, an Darmkrebs zu erkranken. Anl√§sslich des Darmkrebsmonats wollen die niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte im Rahmen einer Aufkl√§rungsoffensive die Aufmerksamkeit vor allem auf den famili√§ren Darmkrebs lenken. ‚ÄěBei Angeh√∂rigen von Darmkrebserkrankten steigt das Risiko, ebenfalls zu erkranken, im Vergleich zur Allgemeinbev√∂lkerung auf das Zwei- bis Vierfache‚Äú, erkl√§rt Dr. Mainz. ‚ÄěGerade f√ľr diese Menschen ist eine vorsorgliche Darmspiegelung dringend zu empfehlen.‚Äú

Weitere Informationen zum Thema Darmkrebs sind auf dem Patientenportal der Magen-Darm-√Ąrzte unter www.magen-darm-aerzte.de hinterlegt. Dort finden alle diejenigen, die das Vorsorge-.Angebot der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen m√∂chten auch einen qualifizierten Facharzt in Wohnortn√§he.

Eckart von Hirschhausen: Bef√ľrworter und Schirmherr Darmkrebsmonat 2017

Ludwigshafen, 06.12.2016 ‚Äď Die Stiftung LebensBlicke, Fr√ľherkennung Darmkrebs, konnte den Komiker, Autor und Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen als prominenten Bef√ľrworter ihrer Aktivit√§ten gewinnen. Zudem wird der medienbekannte Mediziner der neue Schirmherr f√ľr den Darmkrebsmonat M√§rz 2017 sein, dessen Motto lautet: "Keine b√∂sen √úberraschungen ‚Ķ ‚Äď Information und Motivation zur Vorsorge und Fr√ľherkennung sind unser Ziel‚ÄĚ

Dr. Eckart von Hirschhausen unterst√ľtzt die Stiftung mit dem Statement: "Bringen Sie Licht dorthin, wo die Sonne nie scheint! Mit einer Darmspiegelung kann Krebs fr√ľh erkannt und dann oft geheilt werden. Gerade wenn Sie jemanden in der Familie haben mit Darmkrebs, kann diese Untersuchung Ihr Leben retten. Gehen Sie zur Darmspiegelung ‚Äď man g√∂nnt sich ja sonst nichts!"

Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke ergänzt: "Die Regelversorgung sieht neben der Darmspiegelung auch den immunologischen Test auf nicht sichtbares But im Stuhl vor, der deutlich empfindlicher ist als der bisher eingesetzte Test."

Dr. Eckart von Hirschhausen (Jahrgang 1967) studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus in Berlin, London und Heidelberg. Seine Spezialit√§t: medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln und gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften zu verbinden. Seit √ľber 20 Jahren ist er als Komiker, Autor und Moderator in den Medien und auf allen gro√üen B√ľhnen Deutschlands unterwegs. Durch die B√ľcher "Arzt-Deutsch", "Die Leber w√§chst mit ihren Aufgaben", "Gl√ľck kommt selten allein‚Ķ" und "Wohin geht die Liebe, wenn sie durch den Magen durch ist" wurde er mit √ľber 5 Millionen Auflage einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Sein neues Buch "Wunder wirken Wunder" wirft einen humorvollen Blick auf die bunte Wunderwelt der Heilkunst.

Vermeiden statt leiden - Aktiv gegen Darmkrebs Information und Motivation zur Vorsorge und Fr√ľherkennung sind unser Ziel! Spendenkonto Sparkasse Vorderpfalz: IBAN DE22 5455 0010 0000 0009 68 Bitte unterst√ľtzen Sie uns!

Stiftung LebensBlicke Schuckertstraße 37 67063 Ludwigshafen

Telefon: 0621 ‚Äď 69 08 53 88 Fax: 0621 ‚Äď 69 08 53 89 stiftung@lebensblicke.de www.lebensblicke.de

Qualitätssicherung in der Gastroenterologie - Zertifizierte Praxen mit nachgewiesenem Know-how

26.08.2016 - "Magen-Darm-√Ąrzte sind Fach√§rzte, die Patienten mit schweren St√∂rungen des Verdauungssystems betreuen oder Menschen durch entsprechende Vorsorge-Untersuchungen davor bewahren", sagt Dr. Franz Josef Heil, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen. "Die Krankheitsbilder, um die es dabei geht, sind zum Teil so komplex, dass sie nur durch die Hand eines ausgewiesenen Experten behandelt werden sollten."

Zu den Hauptaufgaben der Magen-Darm-√Ąrzte geh√∂ren die Darmkrebsvorsorge, die Behandlung von chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen sowie von viralen und nicht viralen Erkrankungen der Leber. "F√ľr alle diese Krankheitsbilder hat der Berufsverband Kriterien festgelegt, die sicherstellen, dass alle Untersuchungen und Therapien nach dem aktuellen Stand der medizinischen Kenntnisse durchgef√ľhrt werden", betont Dr. Heil. "Wir bieten unseren Verbandsmitgliedern und ihrem Praxispersonal regelm√§√üig anspruchsvolle Fortbildungen an, die sie auf den neusten Stand bringen und f√ľr eine schnelle Umsetzung von neuen Erkenntnissen in der Praxis sorgen. Dar√ľber hinaus k√∂nnen Praxen mit gro√üer Erfahrung bei der Betreuung bestimmter Patientengruppen ihre Expertise durch eine Zertifizierung als ‚ÄöSchwerpunktpraxis im bng' ausweisen."

Die Magen-Darm-√Ąrzte legen gro√üen Wert darauf, die Bev√∂lkerung √ľber Verdauungskrankheiten, die damit verbundenen Gesundheitsrisiken sowie die Diagnose- und Behandlungsm√∂glichkeiten zu informieren. Das Patientenportal unter www.magen-darm-aerzte.de bietet nicht nur umfassende Hintergrundinfos, sondern beantwortet auch h√§ufig gestellte Fragen. Dar√ľber hinaus finden sich st√§ndig aktuelle Informationen aus dem Fachgebiet, zum Beispiel aktuell ein Gespr√§ch mit dem CED-Experten und Vorsitzenden des Kompetenznetzes Darmerkrankungen, PD Dr. Bernd Bokemeyer. Dr. Bokemeyer erl√§utert darin unter anderem Sinn und Zweck der "CED-Schwerpunktpraxis im bng". √úber den Arztfinder finden Betroffene zudem einen qualifizierten Arzt in ihrer N√§he.

Chronische Verstopfung - Ernst nehmen und Ursachen klären

08.08.2016 - ‚ÄěChronische Beschwerden, die mit Symptomen wie Bl√§hbauch, V√∂llegef√ľhl und gest√∂rter Stuhlentleerung einhergehen, k√∂nnen Hinweis auf eine ernstzunehmende St√∂rung der Verdauungsprozesse sein‚Äú, sagt Dr. Dagmar Mainz vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte. ‚ÄěEine Abkl√§rung ist dringend geboten, um m√∂glicherweise b√∂sartige Erkrankungen wie Darmkrebs auszuschlie√üen.‚Äú

Typisch f√ľr eine chronische Verstopfung sind immer wiederkehrende subjektiv empfundene Beschwerden beim Stuhlgang. Der Betroffene hat das Gef√ľhl, einen Widerstand √ľberwinden zu m√ľssen und den Darm nur unvollst√§ndig entleeren zu k√∂nnen. Daf√ľr kann es viele Gr√ľnde geben. Der Magen-Darm-Arzt unterscheidet verschiedene Formen der Verstopfung, die nach einem standardisierten Stufenkonzept behandelt werden k√∂nnen.

F√ľr die Untersuchung steht dem Magen-Darm-Arzt ein breites Spektrum an Methoden zur Verf√ľgung. Neben der Anamnese und der k√∂rperlichen Untersuchung inklusive einer Abtastung des Enddarms kann er eine umfassende Labordiagnostik veranlassen. Weiter gehende Informationen liefern Ultraschall und die endoskopische Untersuchung des Darms. Dar√ľber hinaus gibt es spezielle Verfahren zur Bestimmung des Drucks im Darm zur Messung der Darmpassage.

‚ÄěEin gro√ües Risiko besteht darin, dass die Beschwerden Ausdruck einer Tumorerkrankung des Dickdarms sind‚Äú, sagt Dr. Mainz. ‚ÄěDieses Risiko steigt mit dem Alter. Deshalb sollten B√ľrger √ľber 55 Jahre nicht warten, bis Beschwerden auftreten, sondern handeln und die Chance der Darmkrebsvorsorge f√ľr gesetzlich Versicherte nutzen. Wer sich mehr √ľber Verdauungskrankheiten wissen m√∂chte, der findet zuverl√§ssige Informationen auf dem Patientenportal der Magen-Darm-√Ąrzte unter www.magen-darm-aerzte.de.‚Äú

Deutsches Hepatitis C-Register

Magen-Darm-√Ąrzte dokumentieren international beachtete Daten zu Therapieerfolgen

27.06.2016 - Die unter Beteiligung der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte generierten Daten des Deutschen Hepatitis C-Registers belegen nachdr√ľcklich die hohe Wirksamkeit und sehr gute Vertr√§glichkeit der modernen Medikamente gegen Hepatitis C-Infektionen. "Mittlerweile werden sie weltweit auf jedem gro√üen Leber-Symposium zur Kenntnis genommen", sagt der Leberexperte vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte, Dr. Karl-Georg Simon.

Etwa 350.000 Menschen sind in Deutschland mit dem Hepatits C-Virus infiziert, viele ohne es zu wissen. Bei chronischem Verlauf kann sich Krankheit schleichend bis zum Funktionsverlust der Leber entwickeln. Seit zwei Jahren stehen direkt antiviral wirkende Medikamente (interferonfreie DAA-Therapie) zur Verf√ľgung, die gegen√ľber der alten Therapie deutlich weniger Nebenwirkungen zeigen und von den Patienten besser akzeptiert werden.

Die Registerdaten dokumentieren die Wirkungen der verschiedenen Kombinationstherapien bei den unterschiedlichen Genotypen der Hepatitis C-Viren. Sie belegen, dass die neuen Medikamente bei der gr√∂√üten Patientengruppe (Genotyp 1a und 1b) sehr erfolgreich sind. Bei Genotyp 2 und 3 hat die DAA-Therapie bisher noch etwas geringere Heilungsraten. Selbst bei fortgeschrittener Zirrhose verbessert sich die Leberfunktion schon im Therapie-Verlauf und vor allem nach anhaltend erfolgreicher Viruselimination deutlich. Lebertransplantationen der geheilten Patienten k√∂nnen fast immer vermieden werden. Dar√ľber hinaus zeigt sich, dass die Therapiedauer bei vielen Patienten von zw√∂lf auf acht Wochen verk√ľrzt werden kann.

Als Vorl√§ufer des deutschen Hepatitis C-Registers war 2003 von hepatologisch engagierten √Ąrzten des bng bereits eine online gest√ľtzte Datenbank zur Versorgungsforschung auf den Weg gebracht worden. In den zehn Jahren von 2003 bis 2013 sind mehr als 40.000 Patienten untersucht und etwa 27.000 behandelte Patienten dokumentiert worden. Das deutsche Hepatitis C- Register wird seit 1.10. 2014 unter der Schirmherrschaft der Deutschen Leberstiftung in enger Kooperation mit dem Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte (bng) gef√ľhrt.

Die moderne Medizin bietet sehr effektive Therapien f√ľr die viralen Lebererkrankungen. Der Berufsverband zertifiziert seit 2003 Hepatologische Schwerpunktpraxen, die ihre besondere Erfahrung im Umgang und bei der Behandlung von Menschen mit Hepatitis-Infektionen nachgewiesen haben und ihren Kenntnisstand regelm√§√üig durch qualifizierte Fortbildung aktualisieren. Eine zertifizierte Schwerpunktpraxis in Wohnortn√§he finden Betroffene √ľber den "Arzt-Finder" auf der Webseite www.magen-darm-aerzte.de. Diabetiker besonders betroffen

Fettleber - ein oft verkanntes Risiko

23.05.2016 - "Die Menschen untersch√§tzen das Risiko einer ungesunden Lebensweise", erkl√§rt der Hepatitis-Experte vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte, Dr. Karl-Georg Simon. "√úbergewicht, unausgewogene Ern√§hrung und Bewegungsmangel f√ľhren zu St√∂rungen des Fettstoffwechsels, in deren Folge auch die Leber nachhaltig gesch√§digt wird. Die nicht alkoholbedingte Fettleber ist die h√§ufigste Lebererkrankung in Deutschland. Weil sie kaum spezifische Beschwerden macht, wird sie oft erst sp√§t diagnostiziert und deshalb auf riskante Weise untersch√§tzt."

Experten gehen davon aus, dass heute bereits jeder dritte Erwachsene unter einer Verfettung der Leber leidet. Die meisten wissen davon nichts. Doch die Erkrankung schreitet unbemerkt fort und entwickelt sich zu einer chronischen Leberentz√ľndung. Wer jetzt nicht einschreitet, riskiert Gewebever√§nderungen bis hin zur Vernarbung des Organs (Leberzirrhose). Die Funktionsf√§higkeit l√§sst immer weiter nach und schlie√ülich droht der Leberzellkrebs.

Besonders gef√§hrdet sind Diabetiker. Der erh√∂hte Blutzucker tr√§gt zur Neubildung von Fett und damit einer vermehrten Fettablagerung in den Leberzellen bei. "Die Kontrolle der Leberwerte sollte deshalb ein selbstverst√§ndlicher Bestandteil der regelm√§√üigen Untersuchungen beim Hausarzt sein", empfiehlt der Magen-Darm-Arzt. "Der regelm√§√üige Leber-Check hat dar√ľber hinaus den Vorteil, dass auch virale Leberentz√ľndungen wie Hepatitis B oder C entdeckt werden, die insbesondere bei Diabetikern einen deutlich schwereren Verlauf nehmen als bei Nicht-Diabetikern."

Eine Fettleber kann durch eine Ultraschall-Untersuchung festgestellt werden. Die Diagnose einer Fettleberhepatitis, also einer entz√ľndeten Fettleber, muss durch eine Gewebeprobe gesichert werden. Die Therapie der Wahl ist die langfristige Umstellung des Lebensstiles. Dazu geh√∂ren Gewichtsreduktion und k√∂rperliche Aktivit√§t im Alltag. "Eine Di√§t und die grunds√§tzliche √Ąnderung des Essverhaltens mit Verzicht auf hochkalorische Getr√§nke, Speisen und Reduktion des Alkoholkonsums f√ľhren zu deutlichen Verbesserungen der Leberfunktion und der histologischen Zeichen einer Fettleberhepatitis bis hin zur Normalisierung der Leberwerte", r√§t Dr. Simon.

Blut im Stuhl - Alarmsignal, aber nicht gleich Anlass f√ľr Panik

09.05.2016 - ‚ÄěBlut im Stuhl ist ein Alarmsignal, das √§rztlich abgekl√§rt werden sollte‚Äú, sagt Dr. Ulrich Tappe vom Vorstand des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte (bng). ‚ÄěAuch wenn h√§ufig nur harmlose H√§morrhoiden vorliegen, findet man bei jungen Menschen √ľbertragbare Magen-Darm-Infektionen oder aber chronisch entz√ľndliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Ab 50 Jahren werden dann zunehmend auch Polypen als Krebsvorstufen und Darmkrebs gefunden.‚Äú

Blut im Stuhl kann in verschiedenen Formen vorkommen: als verborgenes (okkultes) Blut, als sichtbares Blut oder Blutbeimischung zum Stuhl. Blut in gro√üen Mengen f√ľhrt aufgrund des Eisengehaltes zu einem dunklen bis schwarzen Stuhl, bekannt als Teerstuhl. Die Kl√§rung der Blutungsquellen erfolgt in aller Regel durch eine Magen- und Darmspiegelung. Diese Untersuchungen k√∂nnen mit Hilfe entsprechender Medikamente schmerzlos durchgef√ľhrt werden. Ausf√ľhrliche Informationen finden Sie unter der Rubrik Blut im Stuhl.

‚ÄěBeimengungen von hellem Blut deuten meistens auf H√§morrhoiden, Verletzungen oder Thrombosen im Analbereich hin‚Äú, erkl√§rt Dr. Tappe. ‚ÄěEin Teerstuhl kann leicht mit Verf√§rbungen verwechselt werden, die durch Nahrungsmittel hervorgerufen werden. Der Gang zum Arzt ist vor allem deshalb zu empfehlen, weil bei Blut im Stuhl in einigen F√§llen schwerwiegendere Erkrankungen zugrunde liegen k√∂nnen. Dann kommt es in erster Linie darauf an, das Problem fr√ľhzeitig zu diagnostizieren und rechtzeitig geeignete therapeutische Ma√ünahmen auf den Weg zu bringen.‚Äú

‚ÄěWenn eine chronisch entz√ľndliche Darmerkrankung (CED) festgestellt wird, k√∂nnen die Betroffenen heute gut behandelt werden, wenn sie in eine gut organisierte Versorgungstruktur eingebunden sind‚Äú, sagt Dr. Tappe. ‚ÄěDie Magen-Darm-√Ąrzte sind gerade dabei, in Kooperation mit den Haus√§rzten das Projekt einer ‚ÄöVersorgungslandschaft Gastroenterologie‚Äė auf den Weg zu bringen, das mit einem dreistufigen Konzept daf√ľr sorgen soll, dass jeder CED-Patient eine ad√§quate medizinische Betreuung finden kann.‚Äú

Die Darmspiegelung, so Dr. Tappe weiter, beuge unter anderem insbesondere der Entwicklung eines Darmkrebses vor. ‚ÄěIm Zuge der Untersuchung k√∂nnen Polypen oder Tumore, die als Blutungsquellen in Frage kommen, entdeckt werden. Polypen, die auch Vorstufen f√ľr Darmtumoren bilden, k√∂nnen gleich entfernt werden. So wird Darmkrebs verhindert. In seltenen F√§llen wird ein Darmkrebs gefunden, der heute aber sehr oft geheilt werden kann, vor allem, wenn er fr√ľh entdeckt wird.‚Äú

Pl√∂tzlich Darmkrebs? Niemand ist gefeit ‚Äď testen Sie Ihr Risiko!

18.01.2016 - "Vor Darmkrebs ist niemand sicher‚Äú, warnt Dr. Jens Aschenbeck, der Darmkrebsexperte der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte, ‚Äěaber jeder hat es in der Hand, sich so gut wie m√∂glich davor zu sch√ľtzen."

Darmkrebs geh√∂rt zu den wenigen Tumorerkrankungen, die durch Vorsorge mit gro√üer Zuverl√§ssigkeit verhindert werden k√∂nnen, weil der Magen-Darm-Arzt im Zuge der Darmspiegelung Polypen entfernt, aus denen ein b√∂sartiger Tumor hervorgehen k√∂nnten. In den seltenen F√§llen, in denen im Rahmen der Untersuchung eine Darmkrebserkrankung entdeckt wird, bedeutet die fr√ľhzeitige Erkennung gro√üe Chancen auf Heilung.

Jeder Bundesb√ľrger tr√§gt ein Risiko von etwa sechs Prozent, im Laufe seines Lebens Tumoren im Darm zu entwickeln. Dieses Risiko h√§ngt von einer Reihe von Faktoren wie genetischen Vorbelastungen, Umwelt- und Verhaltenseinfl√ľssen ab, die nicht ausgeschaltet werden k√∂nnen. Da Darmkrebs einen schleichenden Verlauf hat, bemerken die Betroffenen oft lange nichts davon. Nicht selten vergehen bis zu zehn Jahre, bevor die Krankheit entdeckt wird. Doch umso fr√ľher der Darmkrebs entdeckt wird, desto besser die Heilungschancen.

"Darmkrebs ist in vielen F√§llen kein unabwendbares Schicksal", betont Dr. Aschenbeck. ‚ÄěTesten Sie Ihr pers√∂nliches Risiko f√ľr Darmkrebs mit dem Schnell-Check der Felix-Burda-Stiftung auf der Internetseite der Magen-Darm-√Ąrzte. Unter www.magen-darm-aerzte.de finden Sie auch einen Gastroenterologen in Ihrer N√§he, der die Vorsorge-Darmspiegelung anbietet.‚Äú

Termin beim Magen-Darm-Arzt - Weiterhin direkte Terminvergabe in den Praxen

11.01.2016 - "Patienten k√∂nnen unabh√§ngig von den neu eingerichteten Terminservicestellen weiterhin ihre Termine direkt oder √ľber ihren Hausarzt in den Praxen der Magen-Darm-√Ąrzte vereinbaren, und das ist auch der sinnvollste Weg", versichert der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), Dr. Franz Josef Heil.

"Um Wartezeiten wird eine scheinheilige Debatte gef√ľhrt, in der den niedergelassenen Fach√§rzten der Schwarze Peter zugeschoben wird", betont Dr. Heil. Tats√§chlich verhindern politisch motivierte Budgets eine dem Bedarf entsprechende Erbringung von Leistungen. Mehrarbeit wird systematisch unterbunden. Es gibt eine Bedarfsplanung, die trotz der beklagenswerten Wartezeiten eine internistische √úberversorgung in ganz Deutschland behauptet und ein bedarfsgerechtes Angebot verhindert! Deshalb warten viele Patienten auf einen Termin. Ausgenommen sind lediglich Notf√§lle, die nat√ľrlich kurzfristig angenommen werden.

Die meisten Untersuchungen in der gastroenterologischen Praxis m√ľssen hohen Anspr√ľchen in Bezug auf Qualit√§t und Hygiene gen√ľgen. Dadurch wird ein zeitlicher Rahmen definiert, der aus sachlichen Gr√ľnden vorgegeben ist und nicht verk√ľrzt werden kann. "Schlie√ülich m√∂chte niemand verk√ľrzte Untersuchungs- oder Aufbereitungszeiten auf Kosten der Sicherheit des Patienten und der Zuverl√§ssigkeit des Befundes", konstatiert Dr. Heil.

Ein √§rgerlicher Umstand ist die Tatsache, dass erstaunlich viele Patienten ohne Angabe von Gr√ľnden Untersuchungstermine nicht wahrnehmen. "Aus internen Erhebungen wissen wir", so Dr. Heil, "dass zum Beispiel in jeder Praxis durchschnittlich zwei bis drei Darmspiegelungen pro Monat abgesagt werden. Bei Magenspiegelungen oder allgemeinen Sprechstundenterminen sind es sogar noch mehr. Auch diese Ausfallzeiten tragen zu den langen Wartezeiten bei."

Die Terminservicestellen sollen Patienten zeitnahe Untersuchungen in Krankenh√§usern erm√∂glichen, wenn sie keinen kurzfristigen Termin beim niedergelassenen Facharzt erhalten k√∂nnen, und das auch noch zu h√∂heren Preisen. "Die politische Zielsetzung dieser Vorgabe ist eindeutig", betont Dr. Heil, "Die Bundesregierung setzt im Gesundheitssystem offensichtlich nicht mehr auf √Ąrzte in freier Praxis. Vielmehr werden die Krankenh√§user gest√§rkt, die Sektorengrenze einseitig ge√∂ffnet und die ambulanten Behandlungen in den Krankenh√§usern gef√∂rdert. In unseren Augen ist dies ein v√∂llig verkehrter Weg. Die niedergelassenen Fach√§rzte sichern in Deutschland die vermutlich am besten funktionierende ambulante Versorgung weltweit, und das zu unvergleichlich niedrigen Preisen."

Darmkrebs durch Wurst und Schinken? - Es gibt wichtigere Risikofaktoren!

04.11.2015 - Vor dem Hintergrund der Meldungen √ľber das Darmkrebsrisiko durch den Verzehr von rotem Fleisch erkl√§rt Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der Magen-Darm-√Ąrzte: "Der Einfluss der Ern√§hrung auf das absolute Darmkrebsrisiko ist von untergeordneter Bedeutung. Die wichtigste Ma√ünahme zur Vermeidung von Darmkrebs ist die Vorsorge."

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Darmkrebs zu erkranken, liegt in Deutschland bei rund sechs Prozent. Typ 2-Diabetes erh√∂ht das durchschnittliche Risiko auf rund 30 Prozent, f√ľr M√§nner sogar auf √ľber 50 Prozent. Der Einfluss des Rauchens h√§ngt von Menge und Intensit√§t ab und bringt eine Steigerung um 22 bis 120 Prozent. Die famili√§re Belastung f√ľhrt bei rund 15 Prozent aller Darmkarzinome zu einem hundertprozentigen Lebenszeitrisiko. Es gibt also zahlreiche Risikofaktoren, die erheblich relevanter sind als die Zufuhr von rotem Fleisch."

Dass Ern√§hrung bei der dritth√§ufigsten Tumorerkrankung in Deutschland eine Rolle spielt, ist seit langem bekannt. Schon seit Jahren wird eine ausgewogene Ern√§hrung mit Ballaststoffen aus Getreideprodukten, H√ľlsenfr√ľchten und Gem√ľse empfohlen. Aber auch regelm√§√üige Bewegung und das Vermeiden von √úbergewicht sind f√∂rderlich, ein Krebsrisiko zu mindern. Der Verzicht auf Alkohol- und Tabakkonsum wird seit Jahren nicht nur zur Risikoreduzierung des Darmkrebses propagiert. Weniger bekannt ist, dass Vitamin- oder Mineralstofftabletten als Nahrungserg√§nzungsmittel nicht anzuraten sind. "Im Rahmen einer vollwertigen Ern√§hrung sollte auf Fleisch nicht verzichtet werden", betont Dr. Tappe. "300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche sind als notwendiger Lieferant von Mineralstoffen und Vitaminen (B1, B6 und B12) zu empfehlen."

Die wichtigste Ma√ünahme zur Vermeidung von Darmkrebs ist die Vorsorge. Ab dem Alter von 50 Jahren kann eine Fr√ľherkennungsuntersuchung f√ľr Darmkrebs in Anspruch genommen werden. "Durch die konsequente Vorsorgeuntersuchung kann eine individuelle Reduktion des Darmkrebsrisikos um 80 Prozent erzielt werden. F√ľr besondere Risikogruppen wie z.B. bei Darmkrebserkrankungen in der Familie, bei Diabetikern oder Patienten mit chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen sind diese Untersuchungen bereits fr√ľher zu empfehlen", erkl√§rt der Magen-Darm-Spezialist.

Hintergrund: Die International Agency for Research on Cancer (IARC), eine Agentur f√ľr Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation WHO, hat rotes Fleisch als hinreichend wahrscheinlich krebsf√∂rdernd eingestuft. (Lancet Oncol 2015 Published Online October 26, 2015). Daf√ľr wurden √ľber 800 Studien ausgewertet. Die Einteilung in rotes und wei√ües Fleisch erfolgt einfach durch die F√§rbung nach dem Erhitzen. Rote Fleischsorten sind z.B. Rind-, Kalb-, Schwein-, Schaff- und Lammfleisch. Bei dem t√§glichen Verzehr von 100 Gramm rotem Fleisch soll nach den Angaben zufolge das Darmkrebsrisiko um 17 Prozent steigen, bei Verzehr von 50 Gramm verarbeiteten, z.B. ger√§ucherten oder gep√∂kelten Fleisch um 18 Prozent.

Hepatitis C --- Nicht nur die Leber, auch andere Organe sind betroffen

02.11.2015 - Hepatitis C-Viren befallen nicht nur die Leber. Auch andere Organe wie zum Beispiel Nieren, Schilddr√ľse, Bauchspeicheldr√ľse, Hautgewebe oder das zentrale Nervensystem k√∂nnen infiziert werden und organspezifische Funktionsst√∂rungen ausbilden. Derartige Erkrankungen k√∂nnen eine eigenst√§ndige Indikation darstellen, um eine antivirale Hepatitis C-Therapie zu rechtfertigen.

"An der Niere kann der Hepatitis C-Befall beispielsweise immunologische Reaktionen ausl√∂sen, die verschiedenartige Nierenbeschwerden bis hin zum Organversagen hervorrufen", erkl√§rt der Hepatitis-Experte vom Berufsverband der Magen-Darm-√Ąrzte, Dr. Karl-Georg Simon. "Deshalb muss bei Niereninsuffizienz immer auch eine unerkannte Hepatitis C-Infektion in Betracht gezogen werden. Umgekehrt haben Hepatitis C-Patienten ein erh√∂htes Risiko f√ľr ein dialysepflichtiges Nierenversagen."

Neben der Behandlung ihrer Nierenerkrankung ben√∂tigen diese Patienten in der Regel eine antivirale Therapie gegen die Grunderkrankung Hepatitis C. Eine spontane Heilung ist bei akuten Infektionen von Dialyse-Patienten nur in rund f√ľnf Prozent der F√§lle zu erwarten. Mit der Markteinf√ľhrung der sogenannten direkt antiviralen Substanzen haben sich neue M√∂glichkeiten einer Interferon-freien Therapie ergeben. Diese Behandlung ist nebenwirkungs√§rmer und sicherer. Bei schwerer Niereninsuffizienz sind allerdings nur bestimmte Kombinationen der neuen Therapeutika einsetzbar. Allen bisherigen Berichten zufolge werden diese auch von Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sehr gut vertragen.

Die Kombination der neuen antiviralen Medikamente mit anderen Wirkstoffen etwa zur Blutdruckregelung, zur Regulation der Blutfette oder zur Thromboseprophylaxe bedarf fachärztlicher Spezialkenntnisse.

Darmkrebs-Vorsorge --- Darmspiegelung ist zuverlässig

26.10.2015 - Mindestens f√ľnf Jahre hohe Sicherheit: Nach einer befundfreien Vorsorge-Koloskopie ist die Wahrscheinlichkeit einer Darmkrebserkrankung f√ľr lange Zeit √§u√üerst gering. "Dieses Ergebnis einer aktuellen Studie best√§tigt erneut, dass die Darmspiegelung ein sehr zuverl√§ssiges Verfahren f√ľr den Ausschluss einer Darmkrebserkrankung ist", betont der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte, Dr. Franz Josef Heil.

"Wenn die Untersuchung keinen Befund ergibt und auch sonst in der Familie keine Darmkrebsf√§lle bekannt sind, gibt es keinen Anlass f√ľr einen zus√§tzlichen Stuhltest auf verborgenes Blut in den folgenden f√ľnf Jahren." In der Darmkrebsvorsorge ist ein Test auf verborgenes Blut immer nur die zweite Wahl. Er schl√§gt meistens erst an, wenn sich bereits fortgeschrittene Darmkrebsvorstufen entwickelt haben. Eigentlich bietet er keine Vorsorge, sondern Fr√ľherkennung. Wenn er positiv ausf√§llt, muss in jedem Fall eine Darmspiegelung folgen.

"Wer gleich zur Darmspiegelung geht", so Dr. Heil, "hat den Vorteil einer echten Vorsorge, weil im Zuge der Untersuchung gleich alle verd√§chtigen Ver√§nderungen der Darmschleimhaut behandelt werden k√∂nnen. Auf diese Weise kann fr√ľhzeitig verhindert werden, dass Darmkrebs √ľberhaupt erst entsteht."

Mit dem Krebsfr√ľherkennungs- und Registergesetz hat der Bundestag bereits im Februar 2013 ein organisiertes Programm f√ľr ein bundesweites Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge beschlossen. "Die Magen-Darm-√Ąrzte haben von Anfang an bedauert, dass die Ziellinie f√ľr die Umsetzung erst im April 2016 liegt", sagt Dr. Heil. "Bis dahin werden noch viele Tage vergehen, an denen zu viele Menschen an Darmkrebs versterben, weil sie die Vorsorge vers√§umt haben."

Hepatitis C - Erhöhtes Krebsrisiko

19.10.2015 - Patienten mit chronischer mit Hepatitis C erkranken h√§ufiger an Krebs als lebergesunde Menschen. Das gilt nicht nur f√ľr Leberkrebs, wie eine Analyse der Daten von mehr als 12.000 amerikanischen Patienten ergeben hat, sondern auch f√ľr Tumorerkrankungen von Bauchspeicheldr√ľse, Darm, Niere und Lunge.

"Dank neuer, hoch wirksamer und besser vertr√§glicher Medikamente k√∂nnen Patienten mit chronischer Hepatitis C immer individueller behandelt werden und die Aussichten auf Heilung haben sich deutlich verbessert", sagt der Hepatologe Dr. Karl-Georg Simon vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte. "Angesichts der Risiken f√ľr Folgeerkrankungen und der damit verbundenen geringeren Lebenserwartung, ist es allerdings beunruhigend, dass bisher vermutlich weniger als 20 Prozent der Erkrankten antiviral behandelt worden sind."

In Deutschland sind 300.000 bis 400.000 Menschen chronisch mit dem Hepatitis C-Virus infiziert. Rund 50 bis 60 Prozent Betroffenen ahnen nicht einmal, dass sie infiziert sind. "Ein einfacher Lebercheck beim Hausarzt reicht aus, um die Gefahr zu erkennen", sagt Dr. Simon. "Wir w√ľrden uns w√ľnschen, dass vor dem Hintergrund der neuen Behandlungsm√∂glichkeiten mehr Menschen dieses Angebot nutzen."

Darmkrebsvorsorge - Erfolg erneut bestätigt

12.10.2015 - Die √úberlebensraten beim kolorektalen Karzinom sind in Deutschland zwischen 1989 und 2011 um mehr als 25 Prozent bei M√§nnern und um 30 Prozent bei Frauen gestiegen. "Dieses aktuelle Ergebnis eines gro√üen internationalen Vergleichs f√ľhren die Studienautoren sicherlich zu Recht unter anderem auf die hohen Standards der Vorsorge durch eine Darmspiegelung zur√ľck", kommentiert Dr. Jens Aschenbeck vom Berufsverband der Magen-Darm-√Ąrzte.

M√∂gliche Gr√ľnde f√ľr den Unterschied zwischen den Geschlechtern sehen die Forscher in der niedrigeren Teilnahmerate der M√§nner am Screening-Programm, ihrem geringeren Interesse an medizinischen Informationen und ihrer geringeren Bereitschaft, √§rztlichen Rat anzunehmen. "Gerade wegen der un√ľbersehbaren Erfolge bleibt es wichtig, die Menschen zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening zu motivieren", betont Dr. Aschenbeck. "Anspruchsberechtigt sind alle GKV-Versicherten ab 55 Jahren. Diese Chance sollte sich niemand entgehen lassen, denn Darmkrebs kann verhindert bzw. rechtzeitig entdeckt in vielen F√§llen geheilt werden."

Darmkrebs - Denken Sie an Ihre Angehörigen!

05.10.2015 - Die gute Nachricht: Dank der Vorsorge-Koloskopie und verbesserter Behandlungsm√∂glichkeiten √ľberstehen immer mehr Menschen eine Darmkrebserkrankung. Ein weiterer, ganz wichtiger Fakt ist, dass die nahen Angeh√∂rigen von Patienten mit √ľberstandenem Darmkrebs ein erh√∂htes Risiko haben, ebenfalls zu erkranken.

Etwa ein Viertel aller Darmkrebserkrankungen tritt mit famili√§rer H√§ufung auf. "Deshalb sollten sich Verwandte ersten Grades, also Eltern, Kinder und Geschwister, von einem Arzt beraten lassen und gegebenenfalls eine Darmspiegelung beim Magen-Darm-Arzt durchf√ľhren lassen", r√§t Dr. Jens Aschenbeck vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). "Patienten mit einem √ľberstandenen Darmkrebs haben ihren Verwandten gegen√ľber eine besondere Verantwortung. Wir m√ľssen diese Menschen darauf hinweisen, Ihre Angeh√∂rigen √ľber das Risiko der famili√§ren Vorbelastung zu informieren."

Die endoskopische Untersuchung des Darms ist eine sehr effektive und zuverlässige Methode, mit der Darmkrebs weitgehend ausgeschlossen, potenzielle Vorstufen vorsorglich entfernt oder ein vielleicht doch schon vorliegender Tumor rechtzeitig erkannt werden kann. "In den meisten Fällen verlässt der Patient die Praxis mit der Gewissheit, dass alles in Ordnung ist", betont Dr. Aschenbeck. "Das Screening ist unverzichtbar, um das persönliche Risiko zu senken und um die wenigen Betroffenen rechtzeitig entdecken zu können."

√úbrigens ist seit langem bekannt, dass M√§nner im Durchschnitt fr√ľher erkranken als Frauen. Der Berufsverband der Magen-Darm-√Ąrzte unterst√ľtzt deshalb Initiativen, um M√§nnern die Vorsorgeangebote der gesetzlichen Krankenkassen fr√ľher als bisher zug√§nglich zu machen.

Immunochemischer Stuhltest: Darmspiegelung bleibt Standard, aber Stuhltest ist besser als nichts

31.08.2015 "Die Darmspiegelung ab 55 hat den nicht √ľberbietbaren Vorteil, dass der Magen-Darm-Arzt im Zuge der Untersuchung sofort s√§mtliche Polypen und damit die gef√§hrlichen potenziellen Vorstufen eines Darmkrebs entfernen kann", sagt der Darmkrebsexperte Dr. Jens Aschenbeck vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). "Das Darmkrebsrisiko wird auf diese Weise drastisch reduziert."

Obwohl alle Experten nicht m√ľde werden, die Vorteile des Verfahrens zu betonen, bleibt die Teilnahmerate am Screening-Programm der gesetzlichen Krankenkassen seit Jahren unter den Erwartungen. Diese Tatsache spiegelt unter anderem eine Scheu vieler Menschen, die Darmspiegelung in Anspruch zu nehmen. Unbegr√ľndete Vorbehalte gegen die Untersuchung verunsichern trotz erheblich vereinfachter Darmreinigung, dem Angebot der Sedierung und der Sicherheit vor den Folgen einer Krebserkrankung immer noch viele der anspruchsberechtigten Versicherten.

F√ľr die, die immer noch z√∂gern, gibt es eine zweitbeste L√∂sung, um sich durch Fr√ľherkennung vor Darmkrebs zu sch√ľtzen. Neue Daten des Tumorregisters aus Venetien (Italien) belegen, dass auch immunochemische Tests auf verstecktes Blut im Stuhl dazu beitragen k√∂nnen, die Darmkrebssterblichkeit in einer Region zu senken. "Mit dem Befund Blut im Stuhl lassen sich z√∂gernde Menschen leichter davon √ľberzeugen, zur Darmspiegelung zu gehen", sagt Dr. Aschenbeck. "Die immunochemischen Stuhltests sind aber nur die zweitbeste L√∂sung, weil sie erst anschlagen, wenn sich Darmkrebsvorstufen bereits so weit entwickelt haben, dass sie zu Blutungen f√ľhren", erl√§utert der Darmkrebsexperte. "Wer gleich zur Darmspiegelung geht, kann verhindern, dass es √ľberhaupt so weit kommt."

Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gespr√§chspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung f√ľr die Verbesserung der Behandlungsqualit√§t der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen f√ľr Ihre Berichterstattung. Regelm√§√üige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.bng-gastro.de.

Quelle: Pressemitteilung

Chronisch entz√ľndliche Darmerkrankungen - Koloskopie beste Strategie zur Krebsvorsorge

24.08.2015 - Chronische Entz√ľndungen sind ein ernstzunehmendes Risiko f√ľr Krebserkrankungen. Das gilt auch und ganz besonders f√ľr Darmerkrankungen. Neben der medikament√∂sen Therapie empfehlen Magen-Darm-√Ąrzte vor allem die Darmspiegelung (√úberwachungskoloskopie) als beste Vorsorgema√ünahme.

"Die √úberwachungskoloskopie ist bei chronisch entz√ľndlichen Darmerkrankungen (CED) eine besondere Herausforderung. Sie soll nur von speziell geschulten √Ąrzten durchgef√ľhrt werden, die sich strikt nach dokumentierten Qualit√§tsstandards richten", sagt Privatdozent Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte. "Die Untersuchung erfordert besondere Erfahrung, weil die Krebsvorstufen bei Patienten mit entz√ľndlichen Darmerkrankungen leicht √ľbersehen werden k√∂nnen."

Das größte Problem bei der Untersuchung dieser Patienten besteht in der hohen Dunkelziffer von Betroffenen, die keinen Zugang zu einer effizienten Betreuung im ambulanten Bereich finden. "Gerade diese Patienten leiden nicht nur unter den Krankheitssymptomen, die sie schubartig befallen", betont der CED-Spezialist, der auch Vorstandsmitglied im Kompetenznetz CED ist. "Sie fallen auch aus dem Raster einer adäquaten Krebsvorsorge heraus und sind sich ihres Risikos nicht bewusst."

Angesichts der unzureichenden Versorgungslage, hat der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) f√ľr die Magen-Darm-√Ąrzte mit dem Qualit√§tsmerkmal einer "CED-Schwerpunktpraxis im bng" die M√∂glichkeit geschaffen, ihre besondere Qualifikation aufzuzeigen. Sie soll es betroffenen Patienten und ihren Haus√§rzten erleichtern, im Bedarfsfall den Weg zu einem ausgewiesenen Spezialisten zu finden. Ein Magen-Darm-Arzt mit entsprechender Qualifikation in Wohnortn√§he kann auch √ľber die √Ąrzteliste unter www.magen-darm-√§rzte.de gefunden werden.

Die CO‚āā- Insufflation ist bei uns Standard f√ľr die Koloskopie

01.07.2015 - Da CO‚āā ca. 150 Mal schneller absorbiert wird als konventionelle Luft, lassen sich die abdominelle √úberdehnung (aufgebl√§hter Bauch) sowie die damit verbundenen Schmerzen w√§hrend und nach der Untersuchung auf ein Minimum reduzieren und die anschlie√üende Erholungsphase beschleunigen.

Nachdem wir schon seit einigen Jahren gute Erfahrungen mit der Anwendung von CO‚āābei Koloskopien (Darmspiegelungen) sammeln konnten, haben wir ein weiteres Ger√§t angeschafft, so dass wir jetzt unseren Patienten in beiden Untersuchungsr√§umen diesen Service zur Verf√ľgung stellen.

Hepatitis C - Fr√ľhzeitiges Eingreifen senkt Sterblichkeit und Kosten

29.06.2015 - Eine aktuelle Untersuchung aus der Schweiz √ľber die Auswirkungen unterschiedlicher Behandlungsstrategien auf den Krankheitsverlauf von Hepatitis C-Patienten hat wieder einmal deutlich gemacht, dass fr√ľhzeitige Diagnose und Therapie die Sterblichkeit ebenso wie die langfristige Entwicklung der Versorgungskosten erheblich senken k√∂nnen.

"Seit der Entdeckung im Jahr 1988 ist viel unternommen worden, um die Weiterverbreitung des Hepatitis C-Virus in Deutschland einzudämmen", sagt Dr. Karl-Georg Simon vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sinkt die Zahl der Neuerkrankungen zwar seit 2005. Aber da die Spätfolgen der Krankheit erst 20 bis 30 Jahre nach der Ansteckung eintreten, werden Sterblichkeit und Therapiekosten bei schweren Hepatitis C-Fällen in den nächsten zehn Jahren stetig weiter zunehmen.

"Wir gehen davon aus, dass bisher weniger als 20 Prozent der Patienten mit chronischer Hepatitis C antiviral behandelt worden sind", berichtet der bng-Leberexperte. Dabei bietet die moderne Medizin sehr effektive Therapien f√ľr virale Lebererkrankungen. Die neuen, hoch wirksamen und besser vertr√§glichen Medikamente gegen Hepatitis C sind jedoch immer noch sehr teuer. "Die niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte w√ľnschen sich, dass Politik, Industrie und Krankenkassen L√∂sungen erarbeiten, die den betroffenen Patienten fr√ľher zu Gute kommen."

Darmkrebs - Bei Risiken erst recht zur Vorsorge!

01.06.2015 - Eine Ern√§hrungsstudie des Instituts f√ľr Ern√§hrungsforschung in Potsdam-Rehbr√ľcke hat j√ľngst gezeigt, dass das Darmkrebsrisiko um 22 Prozent ansteigt, wenn junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren um mehr als 15 Kilo zunehmen. Vor dem Hintergrund einer immer kalorienreicher ern√§hrten Bev√∂lkerung, mahnen Magen-Darm-√Ąrzte, Risiken ernst zu nehmen und in keinem Fall auf das Darmkrebs-Screening nach dem 55. Lebensjahr zu verzichten.

"Der Einfluss der Ern√§hrung auf das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steht immer wieder zur Diskussion", erkl√§rt der Darmkrebs-Experte vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng), Dr. Jens Aschenbeck. "Auch wenn der Zusammenhang bis heute weder verstanden noch handfest dokumentiert ist, kann sich jeder, der zu viele Pfunde auf den H√ľften hat, effektiv vor Darmkrebs sch√ľtzen."

Gesetzlich Versicherte haben nach dem 55. Lebensjahr einen Anspruch auf eine Vorsorge-Koloskopie. Bei dieser Routine-Untersuchung inspiziert der Magen-Darm-Arzt die Darmschleimhaut mit einem flexiblen Endoskop auf Polypen, die als potenzielle Vorstufen einer Krebserkrankung im gleichen Zuge entfernt werden. "Das ist eine kostenfreie Darmsanierung, durch die das Darmkrebsrisiko effektiv minimiert wird", erläutert Dr. Aschenbeck.

Die Darmspiegelung ist ein Standardverfahren in der gastroenterologischen Facharztpraxis. Die Anforderungen an den untersuchenden Arzt und sein Team sind zu Recht hoch und √ľber Leitlinien standardisiert. Der Patient wird umfassend aufgekl√§rt. Die Praxis h√§lt zus√§tzliches, qualifiziertes Personal und zus√§tzliche technische Ausstattung inklusive √úberwachungsm√∂glichkeiten bereit. "Dank der modernen Sedierungsverfahren kann der Patient das Prozedere der Untersuchung v√∂llig entspannt durchstehen", versichert Dr. Jens Aschenbeck

Koloskopie sch√ľtzt vor Darmkrebs

24.11.2014 - ‚ÄěDie niedergelassenen Magen-Darm-√Ąrzte sehen sich durch die Erfolgszahlen, die Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums auf der Basis von mehr als 4,4 Millionen Datens√§tzen des Koloskopieregisters ermittelt haben, in ihrem Engagement f√ľr die Darmkrebsvorsorge best√§tigt‚Äú, sagt Verbandssprecherin Dr. Dagmar Mainz. ‚ÄěDie Koloskopie kann nicht nur Krebsf√§lle so fr√ľh erkennen, dass sie geheilt werden k√∂nnen. Sie tr√§gt tats√§chlich dazu bei, Krebs zu verhindern!‚Äú

Nach den j√ľngsten Zahlen konnten durch die Vorsorge-Darmspiegelung in den ersten zehn Jahren des gesetzlich geregelten Screening-Programms rund 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindert werden. Einem von 28 untersuchten Menschen konnte die Erkrankung an Darmkrebs erspart bleiben.

Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) hat sich von Anfang an daf√ľr eingesetzt, dass die Koloskopie hohen Standards gen√ľgen muss, dass die untersuchenden √Ąrzte √ľber entsprechende Qualifikationen verf√ľgen und dass beides dokumentiert, kontrolliert und evaluiert werden muss. ‚ÄěNach zehn Jahren sehen wir nun, dass sich diese Investitionen gelohnt haben‚Äú, sagt Dr. Mainz.

Studien zeigen auch, dass die Zahl der verhinderten Neuerkrankungen deutlich h√∂her liegen k√∂nnte, wenn mehr Menschen das Angebot der Vorsorge-Koloskopie nutzen w√ľrden. Aufgrund der zu geringen Teilnahme am Screening-Programm, wird immer noch fast jeder zweite Darmkrebs-Patient erst sp√§t diagnostiziert. ‚ÄěWir d√ľrfen in unseren Bem√ľhungen, die Menschen zur Vorsorge zu motivieren, nicht nachlassen‚Äú betont die Gastroenterologin.

Quelle: Pressemitteilung des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen (bng)

Glutenunverträglichkeit

Allianz gegen die Zöliakie

23.06.2014 - Z√∂liakie ist eine Autoimmunerkrankung gegen das Getreideeiwei√ü Gluten, die eine Entz√ľndung der D√ľnndarmschleimhaut mit teils auch sehr unspezifischen Beschwerden ausl√∂st. M√∂gliche Symptome wie Durchfall, N√§hrstoffmangel, M√ľdigkeit, Depressionen oder Migr√§ne beeintr√§chtigen zwar die Lebensqualit√§t der Betroffenen, f√ľhren jedoch h√§ufig nicht zur Diagnose der Erkrankung.

"Den Betroffenen wird oft erst bei Verzicht auf glutenhaltige Getreideprodukte, also auf Teig- und Backwaren aller Art, der Zusammenhang mit ihren Beschwerden bewusst", sagt Dr. Bernd Bokemeyer, Experte f√ľr chronische Darmerkrankungen vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) und vom Kompetenznetz Darmerkrankungen.

Vor dem Hintergrund steigender Neuerkrankungszahlen haben das Kompetenznetz und die Deutsche Z√∂liakie Gesellschaft (DZG) jetzt eine Kooperation vereinbart, um die Forschung des Krankheitsbildes voranzubringen und das Wissen dar√ľber besser zu verbreiten. "Chronisch entz√ľndliche Darmerkrankungen sind nicht heilbar", erkl√§rt Dr. Bokemeyer. "Trotz der gravierenden Auswirkungen f√ľr die Betroffenen l√§sst die Versorgungssituation in Deutschland nach wie vor zu w√ľnschen √ľbrig. Auch die Rate der Erkrankungen, die erst im vorangeschrittenen Krankheitsverlauf diagnostiziert werden, ist nach wie vor hoch."

Einen ersten Niederschlag findet die neue Kooperation bereits in der Vereinbarung einer gemeinsamen Studie √ľber die Refrakt√§re Sprue, eine spezielle, besonders hartn√§ckige Form der Z√∂liakie. In den n√§chsten Jahren soll im Rahmen der Studie ein deutschlandweites Register aufgebaut werden. Dar√ľber hinaus wird das Thema verst√§rkt in √§rztlichen Fortbildungsveranstaltungen aufgegriffen. Die ersten Termine sind bereits erfolgreich absolviert worden. Der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen unterst√ľtzt alle diese Aktivit√§ten.

Darmkrebs

Deutschland Spitzenreiter bei Neuerkrankungen und Todesfällen

30.06.2014 - Die europ√§ische Fachgesellschaft der Gastroenterologen hat im Rahmen ihrer Tagung Ende April in Tschechien darauf hingewiesen, dass zurzeit in Europa etwa alle drei Minuten ein Mensch an Darmkrebs stirbt. Mit mehr als 63.000 Neuerkrankungen und √ľber 25.000 Todesf√§llen steht das bev√∂lkerungsreiche Deutschland auf der Liste der von Darmkrebs betroffenen Europ√§er ganz oben.

‚ÄěAuf europ√§ischer Ebene sind sich die Experten einig, dass die M√∂glichkeiten des Vorsorge-Screenings nach wie vor nicht ausgesch√∂pft werden‚Äú, erkl√§rt Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). ‚ÄěDas gilt trotz aller Bem√ľhungen, die B√ľrger zu motivieren, auch f√ľr Deutschland. Zu sp√§t entdeckt verl√§uft Darmkrebs in vielen F√§llen t√∂dlich, w√§hrend in fr√ľhen Stadien hohe √úberlebensraten erzielt werden. Eine vorsorgliche Polypenentfernung kann Darmkrebs verhindern.‚Äú

Auf der Tagung in Br√ľnn wurde vor allem die wichtige Rolle der Haus√§rzte bei der Vorbeugung und Verhinderung von Darmkrebs herausgestellt. ‚ÄěLassen Sie sich ab dem 50. Lebensjahr von ihrem Hausarzt √ľber die M√∂glichkeiten der Pr√§vention informieren‚Äú, r√§t Dr. Theilmeier. ‚ÄěMit dem 55. Geburtstag steht jedem gesetzlich Versicherten eine Vorsorge-Koloskopie zu. Bei bekannten Krebsf√§llen in der nahen Verwandtschaft sollte man bereits fr√ľher aktiv werden.‚Äú

Der bng unterst√ľtzt die vom Gesetzgeber auf den Weg gebrachte Vorgabe, sp√§testens ab 2016 alle anspruchsberechtigten B√ľrger pers√∂nlich zur Darmkrebsvorsorge einzuladen. ‚ÄěWir w√ľrden uns ganz im Einklang mit den Appellen der europ√§ischen Fachwelt w√ľnschen, dass die Umsetzung dieser Ma√ünahme deutlich schneller erfolgen kann‚Äú, sagt Dr. Theilmeier.

Lebensmittelunverträglichkeit

Bei unklaren Bauchbeschwerden hilft der Gastroenterologe

(08.07.13) V√∂llegef√ľhl, Bauchkr√§mpfe, Bl√§hungen, Durchfall, M√ľdigkeit und Abgeschlagenheit k√∂nnen die Folge von Lebensmittelunvertr√§glichkeiten sein. "Oft leiden die Betroffenen lange unn√∂tig, bevor sie zum Gastroenterologen gehen und dort erfahren, dass sie bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln wie bestimmte Zuckersorten oder das Getreideeiwei√ü Gluten nicht vertragen", sagt Dr. Dagmar Mainz, die Sprecherin des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

Dabei l√§sst sich das Problem meistens sehr einfach feststellen, indem der Patient unter √§rztlicher Kontrolle mit m√∂glichen Ausl√∂sern seiner Beschwerden konfrontiert wird. Einfache Atemtests oder Blutbestimmungen geben in vielen F√§llen schnell Auskunft, ob Unvertr√§glichkeiten vorliegen oder nicht. F√ľr speziellere F√§lle stehen weitergehende Untersuchungsverfahren zur Verf√ľgung.

"Die Ursache dieser Erkrankungen sind St√∂rungen des enzymatischen Abbaus im D√ľnndarm, zum Beispiel von Milchzucker, Fruchtzucker oder Gluten", erkl√§rt die Verdauungsmedizinerin Dr. Mainz. "Diese Stoffe gelangen dann in den Dickdarm und werden dort von Bakterien vergoren, was die Beschwerden verursacht." Abhilfe schafft letztlich nur eine individuelle und im Fall von Gluten-Unvertr√§glichkeit auch konsequente Umstellung der Ern√§hrung, die die nicht vertragenen Stoffe vermeidet.

Gastroenterologen sind Spezialisten f√ľr Erkrankungen des Verdauungssystems, einschlie√ülich Leber und Galle. Sie untersuchen und behandeln Beschwerden im Brust- und Bauchbereich und bieten Vorsorge- und Fr√ľherkennungsmethoden f√ľr Erkrankungen an, die oft schleichend und unbemerkt verlaufen, aber langfristig dennoch gravierende, manchmal lebensbedrohliche Folgen haben k√∂nnen. Letzteres gilt insbesondere f√ľr Darmtumoren und infekti√∂se oder nicht infekti√∂se Lebersch√§digungen.

Koloskopie-Screening lohnt sich

(24.06.2013) Allein in den Jahren 2003 bis 2011 konnten im Rahmen des Darmkrebs-Screenings f√ľr gesetzlich krankenversicherte B√ľrger in 269.000 F√§llen ein fortgeschrittenes Adenom entdeckt werden. "Durch die Entfernung dieser Krebsvorstufen im Zuge der Darmspiegelung wird Darmkrebs verhindert", betont der Darmkrebsexperte Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

Seit Einf√ľhrung der Vorsorge-Untersuchung haben sich bis zum Jahresende 2011 etwa 4,6 Mio. Versicherte, rund 20 Prozent der Anspruchsberechtigten, einer Fr√ľherkennungs-Koloskopie unterzogen. Bei ca. 38.600 Teilnehmern (1,0 Prozent der Untersuchten) wurde ein kolorektales Karzinom diagnostiziert, das bei fast 70 Prozent der Betroffenen in einem fr√ľhen Erkrankungsstadium behandelt werden konnte.

Diese Zahlen nannte Dr. Lutz Altenhofen vom Zentralinstitut f√ľr die kassen√§rztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland anl√§sslich der allj√§hrlichen wissenschaftlichen Fachtagung der niedergelassenen Gastroenterologen in Freiburg. Der unabh√§ngige Experte verwies in diesem Zusammenhang auch auf die niedrigen Komplikationsraten der Untersuchung und betonte, dass qualit√§tsgesicherte Fr√ľherkennungs-Koloskopien zu einer Verringerung des Auftretens von Darmkrebs und zur Reduktion von darmkrebsbedingten Sterbef√§llen in der Bev√∂lkerung beitragen.

Das gesetzliche Fr√ľherkennungsprogramm bietet ab dem 50. Lebensjahr einen Test auf verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl an. Versicherte ab 55 Jahren haben einen Anspruch auf eine Darmspiegelung zur Fr√ľherkennung von Darmkrebs.

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