Gastroenterologie Opernstraße

Atemtest

Ein Atemgastest, verkürzt auch Atemtest genannt, ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Ausatemluft eines Patienten analysiert wird, um krankhafte Veränderungen im Körper zu bestimmen.

Ein Atemtest ist für den Körper nicht belastend und wird meist durchgeführt, wenn der Arzt folgende Fragen hat:

  1. Hat der Patient eine „Helicobacter pylori“-Infektion?
  2. Liegt eine Unverträglichkeit einzelner Zuckerarten vor (z. B. gegen Laktose, Fruktose, Sorbit) oder
  3. liegt eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms vor?

Helicobacterdiagnostik (13C Atemtest)

Mit dem 13C-Harnstoff-Atemtest wird eine Besiedelung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori nachgewiesen. Er basiert auf der Fähigkeit des Keims, Harnstoff zu spalten. Dem Patienten wird ein mit dem stabilen Isotop 13C markierter Harnstoff in einer angesäuerten Flüssigkeit verabreicht. Ist der Magenkeim vorhanden, entsteht markiertes 13CO2, das durch die Lunge abgeatmet und mit einem Infrarotspektrometer gemessen wird. Der 13C-Atemtest dauert etwa 30 Minuten. Die Auswertung erfolgt im Labor, das Ergebnis, welches nach etwa einer Woche vorliegt, liefert in der Regel einen eindeutigen Befund. Vor Durchführung des Tests muss der Patient mindestens vier Stunden nüchtern sein, darf nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Säureblockierende Medikamente (z. B. Omeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol) sollten eine Woche vorher nicht eingenommen werden. Die Kosten für diesen Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur zur Kontrolle nach einer medikamentösen Therapie einer „Helicobacter pylori“-Infektion bezahlt.

Wasserstoff-Atemtest (H2-Atemtest)

Der Wasserstoffatemtest basiert auf der Messung der Konzentration des Wasserstoffs (H2) in der Ausatemluft. Wasserstoff entsteht im Dickdarm durch die bakterielle Zersetzung von Kohlenhydraten (z. B. Zuckerstoffe). Der Wasserstoff wird vom Blut aufgenommen und über die Lunge ausgeatmet.

Getestet werden kann auf diese Weise eine Laktoseintoleranz, Fruktose-Teilabsorptionsstörung, bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms und die Dünndarmtransitzeit.

Laktoseintoleranz

Menschen mit einer Laktoseintoleranz fehlt im Dünndarm das Enzym Laktase, das die Milchzuckermoleküle aufspaltet, so dass Milchzucker in den Dickdarm gelangt, wo er von Darmbakterien vergärt wird. Hierbei ensteht u. a. H2, der im Test gemessen werden kann.

Fruktosemalabsorption

Menschen mit einer Fructoseteilabsorptionsstörung mangelt es im Dünndarm an einem Protein, das dafür sorgt, dass Fruktose vom Dünndarm aufgenommen werden kann. Die Zuckermoleküle gelangen in den Dickdarm und werden dort von Darmbakterien verstoffwechselt. Auch hierbei entsteht u. a. H2, der im Test gemessen werden kann.

Weitere Informationen zur Vorbereitung zum H2-Atemtest finden Sie hier.

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